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Kommentar
1. Was brauchen wir:
-nen ide Brenner ;)
-die Kernelquellen in einer aktuellen version
-libncurses5-dev für make menuconfig bzw.
-wish und tcl/tk für make xconfig
-libc6-dev und den ganzen c-compiler kram
-etwas zeit ist auch nie verkehrt

2. Die Vorarbeit
Wie man einen Kernel kompiliert, wird ja an anderer stelle hier schon erklärt, deswegen kommen hier nur die für einen ide-brenner wichtigen optionen zumtragen. Da ich hier nur Kernel 2.4.x verwende kann ich nicht sagen wie die Optionen in früheren Kernel-Versionen heissen, eine ähnliche Benennung ist aber anzunehmen. Zunächst sollte man Wissen, das Brenner unter Linux prinzipiell nur über das scsi-Interface funktionieren, bitte nicht denken dann funktioniert mein IDE-Brenner ja gar nicht, für genau diesen Fall bietet der Linux Kernel die IDE-SCSI emulation an.

3. Änderungen im Kernel

ATA/IDE/MFM/RLL Support
- ATA/IDE/MFM/RLL Support [Y]
- IDE, ATA and ATAPI Block Devices
- Enhanced IDE/MFM/RLL disk/cdrom/tape/floppy support [Y]
- SCSI emulation support [Y]
- Include IDE/ATAPI CDROM support //wahlweise [Y]/[N] dazu später
- Den für ihr Mainboard notwendigen Treiber hier noch mit [Y] einbinden
SCSI Support
- SCSI Support [Y]
- SCSI CD-ROM support [Y]
- SCSI generic support [Y]
- SCSI low-level Drivers
- Hier falls sie eine SCSI Karte besitzen sollten den treiber einstellen, ansonsten alles auf [N]

So das wars auch schon an Änderungen für den Kernel. Diesen jetzt kompilieren und nach /boot verfrachten. Jetzt noch mal eben, während der Kernel kompiliert ;) zu Include IDE/ATAPI CDROM support ... ich setze das Standardmässig bei mir auf [N], weil ich es für nicht wirklich sinnvoll halte den Kernel mit Treibern zu überfüllen, der SCSI CD-ROM Treiber funktioniert dank der scsi emulation wunderbar auch mit normalen IDE CD Laufwerken. Unter umständen ist allerdings eine kleinere Änderung dann erfordlich, nämlich das umlinken von /dev/dvd0(cdrom0) auf /dev/scdx. Manche Movie Player wie Xine benötigen diese Devices. Und natürlich müssen auch die Zielangaben der Links zu den CD-Rom Laufwerken auf dem desktop angepasst werden, wenn Du dahin gehende Links auf dem Desktop hast.

4. LILO/Grub config
Am besten den Kernel extra unter /boot/vmlinuz-brenner speichern um bereits vorhandene Kernel nicht ausversehen zu überschreiben und dann, wenn man einen Fehler gemacht hat vor einem nicht mehr bootfähigem Linux zu sitzen. folgende einträge in /etc/lilo.conf sind zu machen, wenn Du LILO als Bootmanager nutzt:
image=/boot/vmlinuz-brenner
        label=ide-brenner-test
        root=/dev/hdxy (hier root device angeben)
        #append="hdx=ide-scsi"
Die letzte zeile auskommentieren, wenn sie weiterhin IDE CDROM Support im kernel haben damit der Brenner über das SCSi-Interface läuft und nicht weiter über IDE.
Und die Änderungen mit einem /sbin/lilo übernehmen.

Für grub is folgendes einzutragen in der /boot/grub/menu.lst (kann auch anders heissen)
title = IDE-Brenner in Linux root(hdx,y)
kernel /boot/vmlinuz-brenner root=/dev/hdxy hdx=ide-scsi
Den letzten Parameter von Zeile zwei nur wenn sie mit IDE-CDRom Support im kernel arbeiten, benutzen. - ansonsten einfach weglassen.

Nun folgt der reboot, war dieser erfolgreich war das der erste Schritt zum Brennen ;)

5. Test
Nun testen wir mit einem 'cdrdao scanbus' ob unser unternehmen erfolgreich war.
Bei einer ausgabe wie folgender: "0,0,0: TDK, CDRW401248B, Z7S4", waren die Bemühungen erfolgreich und wir können nun fleissig brennen unter Linux, wenn nicht noch mal alles durch sehen, ob einem nicht irgenwo ein kleiner Fehler unterlaufen ist, oder man ausversehen sein anderes cd/dvd lw bei 'hdx=ide-scsi' in der config des Bootmanagers angegeben hat.

6. Kontakt:
Falls noch Fragen offen sein sollten mail me r_4_d_4@gmx.de