1. Was wird benötigt
-eine oder mehrere ntfs Partitionen (möglichst nicht komprimiert)
-kernelquellen und den ganzen kram der halt dazu gehört
2. Vorbemerkungen
In der aktuellen stable Version des Kernel (2.4.19) wird zwar ntfs write support angeboten, von einer Nutzung dieser Option kann ich nur Abraten, da dies zu fehlern in ihrem
Datei System führen kann, die unter Umständen irreperabel sind. Der read-support für ntfs klappt soweit die Partition nicht komprimiert ist Problemlos mit allen ntfs Versionen
bis Windows XP (weitere Versionen waren zum Erstellungszeitpunkt nicht verfügbar).
3. Der Kernel
File systems
- NTFS file system support (read only) [Y]
und wenn Du trotz obiger Warnung denoch write support wünschst
- NTFS write support (DANGEROUS) [Y]
Änderungen wie gewohnt Abspeichern und Kernel neukompilieren, dann nach
/boot kopieren und gegebenenfalls den Bootmanager aktualisieren.
Anmerkung: Falls die oben genannten Einträge nicht zufinden sind musst du noch
Prompt for development and/or incomplete code/drivers auf [Y] setzen, diesen
Eintrag findest Du unter
Code maturity level options.
4. Wo befinden sich die ntfs-Partitionen
Wenn Du bereits weisst auf welchen Devices ihre ntfs-Partition liegt, gut dann lies bitte bei
5. weiter.
Wenn nicht folgt hier eine exemplarische Anleitung:
fdisk /dev/hdb im daraufhin erscheinenden Prompt
p eingeben, worauf hin eine liste nach folgendem Muster erscheint:
| Festplatte /dev/hdb: 255 Köpfe, 63 Sektoren, 7297 Zylinder |
| Einheiten: Zylinder mit 16065 * 512 Bytes |
| Gerät | boot | Anfang | Ende | Blöcke | Id | Dateisystemtyp |
| /dev/hdb1 | | 1 | 5099 | 40957686 | 83 | Linux |
| /dev/hdb2 | * | 5100 | 7297 | 17655435 | 7 | HPFS/NTFS |
nun das Programm mit
q verlassen und diese schritte für alle ihre Festplatten wiederholen und dabei die ntfs-Partitionen notieren.
5. Änderungen an der fstab
hier jetzt exemplarisch der Eintrag in der
/etc/fstab für die in 4. erwähnte Partition:
/dev/hdb2 /mnt/ntfs-c ntfs user,uid=1000,gid=100,ro 0 0
Erklärung der Optionen:
user - erlaubt es einem Benutzer dieses Gerät unter diesem Mountpoint einzuhängen
uid - ändert den Besitzer der auf dem Gerät vorhandenen Dateien und Verzeichnisse auf den user der angegeben wird.
gid - erlaubt der angegebenen Gruppe den eingestellten Zugriffsmodus für Gruppen
ro - nur lese Zugriff
Ihre uid und ihre gid findest Du heraus indem Du in einem Terminal oder im Bash-Prompt
id eingibst. Daraufhin erhältst Du eine Ausgabe nach diesem
Muster:
uid=1000(nuser) gid=100(users) Gruppen=100(users),10(wheel),18(audio),19(cdrom),80(cdrw)
Die hinter uid bzw. gid stehenden Angaben sind zu verwenden.
6. Das einhängen der Laufwerke
Nun ein
mkdir -p /mnt/ntfs-c um das Verzeichnis zu erstellen, in dem die Daten nachher zufinden sein sollen.
Solltest Du seit der Kernelerstellung noch nicht Neugestartet haben, so ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür, nach dem reboot findest Du, wenn Du alles richtig gemacht hast, in
/mnt/ntfs-c/ die Daten der ntfs-Partition. Solltest Du schon neugestartet haben reicht ein simples
mount -a als root um die Platte
einzuhängen.
7. Kontakt
via mail r_4_d_4@gmx.de oder im irc auf irc.phat-net.de in #linux (user r4d4)